Die mauretanische Küstenwache hat 42 Migranten aus Gambia und dem Senegal „gerettet und in Obhut genommen“. Gleichzeitig melden Hilfsorganisationen Dutzende Tote.
Die Insassen des aus Gambia kommenden Boots seien am Sonntagabend gerettet und in Obhut genommen worden, teilte die Behörde des nordwestafrikanischen Staats am Montag mit. An Bord seien zehn Menschen aus dem Senegal und 32 aus Gambia gewesen, darunter drei Kinder und vier Frauen, von denen eine schwanger gewesen sei.
In den vergangenen Jahren kamen tausende Migranten beim Versuch ums Leben, per Boot von Ländern im Westen Afrikas aus auf die zu Spanien gehörigen Kanarischen Inseln zu gelangen. Eine kürzlich erfolgte Verschärfung der Seegrenzkontrollen im Senegal, in Mauretanien und Marokko führte zuletzt zu einer Verlagerung der Abfahrtsorte: Statt von Mauretanien aus stechen viele der Boote nun weiter südlich in See, insbesondere von den Küsten Gambias und Guineas, was die Zeit auf See verlängert und die Gefahren erhöht.
Joachim Abel