Senegal ist ein Malarialand. Für Reisende besteht ein hohes regionales Infektionsrisiko – aber keine Panik

Über 99%  der Mücken tragen den Erreger der gefährlichen Malaria tropica,  Plasmodium falciparum, in sich. Vor allem in der Casamance und der Küstenregion nördlich von Gambia gibt es ganzjährig Mücken, In der Regenzeit von Juli bis Oktober auch im nördlichen Landesdrittel. Kaum Mücken gibt es im Großraum Dakar und in den Trockengebieten.

Medikamentöse Prophylaxe:

In den genannten Gebieten wird die vorbeugende Einnahme von Atovaquon / Proguanil (Malarone®) empfohlen. Alternativ kommt Doxycyclin in Frage. Es wird von der WHO als Alternative empfohlen und weltweit seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Doxycyclin ist in Deutschland als Malariaprophylaxe nicht zugelassen. Die Mittel haben aber z.T. erhebliche Nebenwirkungen. Ich selber musste Malarone nach wenigen Tagen absetzen obwohl ich eigentlich Medikamente und Impfungen sehr gut vertrage.

Im Senegal selber gibt es keine Medikamente zur Vorsorge. Hier gibt es nur Medikamente, die man nach einem Mückenstich nehmen kann. Artrim-GH 80/140 soll sehr gut wirken und ist im Gegensatz zu deutschen Medikamenten auch sehr günstig.. Außerdem sind alle Ärzte sehr gut auf Malariafälle vorbereitet.

Die konkrete Auswahl der Anti-Malaria-Mittel, deren individuelle Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeit mit anderen Medikamenten sollten vor der Reise mit einem Reisemediziner abgestimmt werden.

Ansonsten sollte man nicht in Panik verfallen. In Deutschland warnt jeder vor Malaria, im Senegal selber ist es eher kein großes Thema. Ich war in der Regenzeit in der Casamance und habe keine Mücken gesehen. Nur beim Schlafen sollte man nicht auf das Moskitonetz verzichten.

Eine imprägniertes Moskitonetz und einen hochwirksamen Mückenschutz (Spray) sollte auf jeden Fall dabei haben.

>> Imprägniertes Moskitonetz
>> Hochwirksames Mückenmittel
>> Kleidung / Socken mit Insektenschutz
>> Schlaf-Inletts mit Insektenschutz

Joachim Abel

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