Ein neuer Bericht der Vereinten Nationen hat festgestellt, dass der globale Hunger im Jahr 2025 zum dritten Mal in Folge zurückgegangen ist. Doch Afrika ist zum Epizentrum der weltweiten Ernährungskrise geworden, und der Kontinent hat nun die größte Zahl hungriger Menschen weltweit.
Der Bericht „State of Food Security and Nutrition in the World 2026“ schätzt, dass weltweit im vergangenen Jahr 645 Millionen Menschen hungerten. Zwei Drittel der Afrikaner konnten sich keine gesunde Ernährung leisten, und mehr als die Hälfte litt unter mäßiger oder schwerer Ernährungsunsicherheit. Die weltweite Zahl der hungrigen Menschen ist im Vergleich zu 2024 um fast 14 Millionen und seit 2022 um 43 Millionen zurückgegangen. Die UN warnte, dass der Fortschritt fragil und viel zu langsam sei, um das Ziel der nachhaltigen Entwicklung bis 2030 zu erreichen, den Hunger zu beenden. Die UN warnte, dass Konflikte, Klimaschocks und sinkende humanitäre Mittel weiterhin den Fortschritt bedrohen. Die Gruppe forderte die Regierungen auf, in widerstandsfähige Lebensmittelsysteme zu investieren und nahrhafte Ernährungsweisen erschwinglicher zu gestalten.
Joachim Abel