78 Millionen Menschen hungern in Westafrika. Deutschland startet nun einen neuen Sahel-Prozess und plant 130 Millionen Euro für Ernährung, Landwirtschaft und Perspektiven junger Menschen.
Deutschland startet einen neuen internationalen Koordinierungsprozess für Ernährungssicherung im Sahel und plant zugleich 130 Millionen Euro für Resilienzprogramme in fünf Ländern. Der Auftakt erfolgte am Dienstag in Berlin. Von der Gesamtsumme sollen 120 Millionen Euro an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und das Kinderhilfswerk UNICEF fließen. Gefördert werden sollen Vorhaben in Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad.
Ob das Geld nicht eher bei den Militärregierungen in Mali, Burkina Faso und Niger landet und damit eher weitere Waffen gekauft werden, bleibt abzuwarten. Bisher kam die Hilfe selten bei der Bevölkerung an.
Sinnvoller wäre es, politisch stabile Länder zu fördern, in die auch viele Flüchtlinge eine neue Heimat suchen. In Mauretanien und dem Senegal wäre das Geld gut in Wirtschaftsprojekten zur Nahrungsmittelproduktion angelegt.
Henriqueta Inacio Da Silva