Ein Vorschlag, den Afrika-Cup der Nationen AFCON von 24 auf 28 Teams zu erweitern, wurde abgelehnt, wie der Guardian UK erfahren hat. Und damit wird der Weg, den die FIFA bei der WM geht in Afrika nicht weiter verfolgt. Und dies ist gut so, denn die wenigsten Staaten in Afrika können so ein großen Event dann noch auf ihrem Territorium organisieren.
Der Plan war vom Präsidenten der Konföderation für Afrikanischen Fußball, Patrice Motsepe, im Februar auf einer Pressekonferenz in Dar-es-Salaam, Tansania, vorgestellt worden. Wäre sie genehmigt worden, wäre die Erweiterung für das Turnier 2028 in Kraft getreten. Mit weiterhin 24 Mannschaften nehmen über die Hälfte der afrikanischen Länder an dem Cup teil.
Ein Ausschussmitglied sagte: „Wir haben eine Rundenabstimmung durchgeführt und der Vorschlag wurde eindeutig abgelehnt. Es war eine sehr schlechte Idee. Ich weiß nicht, warum Motsepe es überhaupt vorgeschlagen hat. Dafür gibt es absolut keinen Grund.“
Ein zweites Ausschussmitglied sagte, Motsepe habe den Vorschlag ohne vorherige Rücksprache mit dem Ausschuss vorgelegt.
Die nächste Ausgabe des Turniers, die für Juni bis Juli 2027 geplant ist, wird gemeinsam von Kenia, Uganda und Tansania ausgerichtet.
Laut CAF wurden bereits Bewerbungen für die Ausrichtung des Turniers 2028 von Äthiopien, Marokko und einer gemeinsamen Bewerbung aus Botswana und Südafrika eingereicht.
Die CAF-Führung ist hinter einer Vision vereint: Afrikanischer Fußball zu einem der besten der Welt zu machen. Aber alle vier Jahre einen CUP in Marokko auszuspielen, kann nicht zielführend für ganz Afrika sein, zumal der Frauenwettbewerb in diesem Jahr auch in Marokko ausgetragen wird.
Joachim Abel