HRW meldet Missbrauch im Mali-Konflikt

Human Rights Watch hat erklärt, dass islamistische bewaffnete Gruppen, malische Regierungstruppen und verbündete Milizen seit Beginn der Kämpfe in Mali im April 2026 schwere Übergriffe gegen Zivilisten mit nahezu vollständiger Straffreiheit begangen haben.

Der Bericht dokumentiert koordinierte Angriffe von mit Al-Qaida verbundenen JNIM-Kämpfern und verbündeten Tuareg-Separatisten, darunter Tötungen, Dorfüberfälle, Fahrzeugverbrennungen und eine erklärte Belagerung von Bamako. Der Bericht wirft malischen Streitkräften und russisch unterstützten Kämpfern außerdem Vergeltungsmaßnahmen vor, bei denen Zivilisten, darunter Kinder, getötet wurden, wiederholte Drohnenangriffe und Aufstandsbekämpfungsoperationen, die zivile Gebiete wie Hochzeitstreffen und Dörfer betrafen, sowie ethnisch geprägte Tötungen, insbesondere gegen Fulani-Gemeinden. HRW stellt fest, dass alle Seiten gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen und fordert stärkere internationale Rechenschaftsmechanismen, da Straflosigkeit die anhaltende Gewalt anheizt.

Joachim Abel

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