Da illegale, nicht gemeldete und unregulierte (IUU) Fischereipraktiken weiterhin die Fischbestände dezimieren und zu Menschenrechtsverletzungen auf See beitragen, wächst die Nachfrage nach Transparenz in der globalen Fischereiindustrie. Schätzungsweise jeder fünfte weltweit konsumierte Fisch steht im Zusammenhang mit illegaler Fischerei, einer Praxis, die oft mit Zwangsarbeit, Menschenhandel und Umweltzerstörung in Verbindung gebracht wird. Schätzungen zufolge sind derzeit mehr als 120.000 Fischer in Situationen moderner Sklaverei auf See gefangen. Im Zentrum dieser Krise steht ein grundlegendes Problem: Der Fischereisektor leidet unter einem schweren Mangel an Transparenz.
Vor diesem Hintergrund setzen sich Regierungen und Naturschutzgruppen für neue Transparenzmaßnahmen ein, die in der Einführung der Mombasa-Erklärung zur Fischereitransparenz gipfeln, die darauf abzielt, die Rechenschaftspflicht zu stärken und die Aufsicht über die Meeresfrüchteindustrie zu verbessern.
Unterzeichnerstaaten sind: Belgium, Cameroon, Chile, the Republic of the Congo, the Dominican Republic, France on behalf of its overseas territories, The Gambia, Ghana, Guinea, Liberia, Panama, Papua New Guinea, Peru, Somalia and South Korea.
Joachim Abel