Gambia: schwacher Schutz der Meeresschutzgebiete vor illegaler Fischerei

Der Sonderausschuss der Nationalversammlung für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und NGO-Angelegenheiten warnt, dass schwache Durchsetzung, unzureichende Finanzierung, institutionelle Konflikte und illegale Aktivitäten das Management von Küsten- und Meeresschutzgebieten des Landes untergraben.

Das Komitee erklärte, dass acht der sechzehn ausgewiesenen Küsten- und Meeresschutzgebiete des Landes keine genehmigten Managementpläne haben, während bestehende Pläne ebenfalls aufgrund unzureichender Finanzierung und Personalmangel Schwierigkeiten haben.

Die Ergebnisse sind im Bericht des Ausschusses zur Leistungsprüfung der Verwaltung von Küsten- und Meeresschutzgebieten vom September 2026 enthalten. Der Bericht stellte fest, dass illegale Fischerei, Verschmutzung, Wilderei und die Zerstörung von Mangroven weiterhin geschützte Ökosysteme bedrohten, während schwache Durchsetzung und unzureichende Gemeinschaftsbeteiligung zur Umweltzerstörung beigetragen hätten.

Der Ausschuss stellte außerdem den gemeldeten Fortschrittsstand bei dem Ziel des Landes infrage, mindestens 10 % der Küsten- und Meeresgebiete im Rahmen des Nachhaltigkeitsziels 14.5 zu erhalten. Laut dem Bericht behaupten offizielle Unterlagen, dass 9,25 % der Meeresgebiete erhalten wurden, doch das Komitee erklärte, diese Zahl sei weder durch ausreichende wissenschaftliche Daten noch durch eine transparente Methodik gestützt.

Es gebe zudem widersprüchliche Mandate zwischen dem Ministerium für Umwelt, Klimawandel und natürliche Ressourcen, dem Ministerium für Tourismus, dem Ministerium für Land und dem Landwirtschaftsministerium.

Das Komitee erklärte, der Biodiversity Trust Fund existiere, werde aber weitgehend untergenutzt. Es stellte fest, dass nur vier der 16 geschützten Standorte Einnahmen durch Eintrittsgebühren generierten, während die Zusammenarbeit mit privaten Partnern begrenzt stattfand.

Der Ausschuss äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Rechenschaftspflicht hinsichtlich des Managements und der Verwendung von Spendergeldern, einschließlich der Finanzierung durch die Global Environment Facility. Sie erklärte, dass die Finanzierungsschwächen zu Schwierigkeiten bei der effektiven Verwaltung von Schutzgebieten beitrugen.

Der Ausschuss empfahl stärkere Durchsetzungsmechanismen und gemeinschaftsbasierte Naturschutzinitiativen zur Reduzierung illegaler Aktivitäten. Es forderte außerdem eine stärkere Einbindung der lokalen Gemeinschaften in die Verwaltung von Schutzgebieten.

Joachim Abel

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