Kreislaufwirtschaft soll auch im Senegal an Bedeutung gewinnen

Im Rahmen dieser zweiten Phase des Programms National Roadmaps for the Circular Economy (NCER) werden Angola, Liberia, Madagaskar und Senegal eigene Fahrpläne entwickeln, indem sie Prioritätssektoren identifizieren, institutionelle Bemühungen ausrichten und strategische Leitlinien an ihre lokalen Produktionsstrukturen anpassen. Unterdessen befinden sich Benin, Tschad, Äthiopien und Mauritius in der Umsetzungsphase, um staatliche Rahmenwerke in Gesetze, geförderte Programme und nachhaltige institutionelle Kapazitäten umzusetzen.

Ein großer Teil der natürlichen Ressourcen Afrikas wird weiterhin unverarbeitet exportiert, was die Industrialisierung behindert und die lokale Arbeitsplatzschaffung einschränkt. Die Kreislaufwirtschaft mildert diesen strukturellen Wertverlust direkt ab, indem sie Ressourcen und ihr produktives Potenzial innerhalb der nationalen Volkswirtschaften behält.

Mit Fokus auf Wertschöpfung und Gemeinschaftschancen passt dieser Ansatz nahtlos zur strategischen Vision der African Development Bank Group Four Cardinal Points und der New African Financial Architecture for Development (NAFAD), die darauf abzielt, mehr afrikanisches Kapital zu mobilisieren, die Finanzmärkte des Kontinents zu stärken und groß angelegte Transformationen zu finanzieren, um Beschäftigung, Unternehmenswachstum und lokale Wertschöpfung zu fördern.

Die vier Länder der ersten Kohorte – Benin, Kamerun, Tschad und Äthiopien – haben bereits das Potenzial dieses Ansatzes demonstriert. Ihre jeweiligen Fahrpläne identifizierten erfolgreich Prioritätssektoren, insbesondere in den Bereichen Bauwesen, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Kunststoffe, Textilien, Fertigung, Energie und Wasserwirtschaft.

In Benin setzt der im Februar 2026 gestartete Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft ehrgeizige 10-Jahres-Ziele: eine Recyclingquote von 25 %, die Sicherstellung der Sammlung aller kommunalen Abfälle und die Gründung von 300 Unternehmen der Kreislaufwirtschaft.

Roadmaps dienen als strukturelle Rahmenbedingungen für Investitionen. Sie ermöglichen es den Stakeholdern, die Sektoren zu identifizieren, in denen zirkuläre Lösungen den größten Wert schaffen, die notwendigen Maßnahmen für die Umsetzung zu organisieren und die für deren Nachhaltigkeit wesentlichen Governance-Mechanismen zu definieren.

Über den African Circular Economy Fund, der auch die African Circular Economy Alliance finanziert, bietet die Bank Group die technische Unterstützung, die notwendig ist, um ein förderliches politisches und institutionelles Umfeld zu schaffen. Das Ziel ist es, Afrikas Transformation der Kreislaufwirtschaft von Ehrgeiz zu Handlung zu bewegen.

Joachim Abel

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