Ein Ebola-Ausbruch tötet alle 30 Minuten eine Person im DR Kongo – Im Senegal kein Fall bekannt

Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo verschlechtert sich rapide, wobei das Virus laut den Vereinten Nationen etwa alle 30 Minuten eine Person tötet und bisher 2.184 Todesopfer gefordert hat.

Mehr als 4.660 Fälle wurden in sechs Provinzen der DR Kongo registriert, wobei Ituri das Epizentrum ist. Uganda hat 20 Fälle gemeldet. Die UN hat weitere 30,5 Millionen US-Dollar für die Reaktion bereitgestellt. Sie fordert eine erweiterte Behandlung, Kontaktverfolgung und sichere Bestattungen, da Konflikte und schwere Ernährungsunsicherheit die Bestrebungen erschweren. Das Welternährungsprogramm hat außerdem mehr als 260.000 warme Mahlzeiten in Behandlungs- und Isolationszentren bereitgestellt. Humanitäre Organisationen warnen, dass der Bedarf weiterhin die verfügbaren Mittel übersteigt.

Ebolafieber (auch: Ebolakrankheit) ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren der Gattung Orthoebolavirus (früher Ebolavirus) hervorgerufen wird. Die Bezeichnung geht auf den Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo zurück, in dessen Nähe diese Viren 1976 den ersten allgemein bekannten großen Ausbruch verursacht hatten.

Das natürliche Erregerreservoir des Virus – der Reservoirwirt – ist bislang unbekannt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass als Hauptwirt Nilflughunde in Frage kommen. Forscher in Gabun konnten entweder Virusbruchstücke oder Virusantikörper in sechs selbst nicht erkrankten Flughundearten nachweisen. Es handelte sich dabei um die Flughundearten Epomops franqueti, Hammerkopf (Hypsignathus monstrosus), Schmalkragen-Flughund (Myonycteris torquata), Micropteropus pusillus und Nilflughund (Rousettus aegyptiacus) sowie die Fledermausart Angola-Bulldoggfledermaus Mops condylurus aus einer Gegend, in der zuvor Schimpansen und Gorillas an Ebolafieber verendet waren. In Teilen West- und Zentralafrikas werden diese Tiere als „Buschfleisch“ verzehrt. Es wird hinsichtlich dieses rohen Fleisches daher vom ungeschützten Kontakt und Verzehr abgeraten.

Der Erreger kann von erkrankten Menschen (durch Körperflüssigkeiten), von Tieren (einschließlich des regional üblichen „Buschfleischs“) und von kontaminierten Gegenständen auf den Menschen übertragen werden. Grundsätzlich lassen sich diese Infektionswege primär durch Desinfektion von Gegenständen und Verzicht auf „Buschfleisch“, sekundär durch Isolierung der Erkrankten und Schutzkleidung für pflegende Angehörige und medizinisches Personal zuverlässig ausschalten.

Ein großes Problem bei der Verbreitung von Ebola ist die mangelnde Aufklärung der Bevölkerung und die Mangelnde Hygiene.

Joachim Abel

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://senegalexpress.de/senegalexpress/1230/ein-ebola-ausbruch-toetet-alle-30-minuten-eine-person-im-dr-kongo-im-senegal-kein-fall-bekannt/

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.