Premierminister Ousmane Sonko verteidigt Homosexuellengesetz gegen Kritik

In seiner Rede vor der Nationalversammlung am Freitag in der Fragestunde verteidigte Premierminister Ousmane Sonko das diskriminierende Gesetz zur Verschärfung der Strafen für sexuelle Übergriffe entschieden und bekräftigte dessen konsequente Anwendung.

Er warnte ausdrücklich davor, dass die Strafverfolgung nicht bei geringfügigen Tätern enden werde: Auch die „großen Fische“ würden gejagt und vor Gericht gestellt, denn, so Sonko, „das Ziel ist die vollständige Ausrottung dieses Phänomens in unserem Land“.

Der Premierminister nutzte die Gelegenheit zudem, um westlichen Ländern, die möglicherweise Vorbehalte gegen das Gesetz geäußert hatten, eine unmissverständliche Botschaft zu senden: Senegal habe von ihnen nichts zu lernen. Dies ist ein klares Bekenntnis zur Souveränität des Landes und steht im Einklang mit den Positionen, die er seit seinem Amtsantritt vertritt.
Sonko vergisst dabei aber, dass auch zahlreiche afrikanische Staaten inzwischen offen zugeben, dass Homosexualität nicht kriminalisiert werden darf. Weder ist es ein Verbrechen noch eine Krankheit, wenn ein Mann ein Mann oder eine Frau eine Frau liebt.
Joachim Abel

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