Guineas Präsident (Diktator) entlässt 173 Soldaten bei militärischer Umstrukturierung

Guineas Präsident Mamadi Doumbouya hat 173 Militärangehörige wegen angeblicher Fahnenflucht entlassen. Dazu gehört Oberst Michel Lamah, ein Mitglied der Eliteeinheit der Spezialeinheiten, die ihm beim Machtstreich 2021 half. Die Entlassungen werden als Teil von Bemühungen gesehen, Doumbouyas Kontrolle zu festigen, nachdem er sein Versprechen zur Wiederherstellung der zivilen Herrschaft gebrochen hatte. Heute ist er deswegen ein vom Militär gestützter nicht wirklich gewählter Diktator.

Er gewann die „Präsidentschaftswahl“ im Dezember mit 87 % der Stimmen. Seit seiner Machtübernahme hat er Bürgerrechte ausgesetzt, darunter Verbote von Protesten, Medienschließungen und das Targeting von Oppositionsfiguren. In den letzten fünf Jahren hat Doumbouya seine Bemühungen darauf konzentriert, Guinea, ein Land mit reichen Mineralressourcen, von einer Rohstoffquelle in ein Zentrum für industrielle Verarbeitung zu verwandeln. Wobei die Einnahmen nicht dem Volk zugute kommen sondern nur der Kaste der Militärs.

Joachim Abel

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