Es rumort weiter im Fussballverband: Senegals Verbandschef schießt gegen Thiaw

Senegals Verbandschef hat nach der Entlassung gegen Pape Thiaw ausgeteilt und den ehemaligen Nationaltrainer für eine vergiftete Atmosphäre im Team während der Fußball-WM verantwortlich gemacht. Es habe „einen Vertrauensbruch zwischen Pape Thiaw und uns“ gegeben, sagte FSF-Präsident Abdoulaye Fall.

Vor der Abreise zur WM hatte Thiaw, der seit seinem Vertragsende im Februar offenbar zunächst ohne Kontrakt arbeitete, eine Gehaltserhöhung gefordert. Beide Seiten einigten sich erst während des Turniers und klärten zudem weitere Streitpunkte, etwa hinsichtlich der Bonuszahlungen. Laut Fall unterschrieb Thiaw am Tag vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Norwegen seinen neuen Vertrag, nachdem er zeitweise damit gedroht habe, nicht zur WM zu reisen, falls seine Forderungen nicht erfüllt würden.

Unbestritten sind aber auch zahlreiche Fehler der Verbandsspitze: warum wurde der Vertrag mit dem Trainer nicht schon im Februar verlängert oder ein anderer Trainer gesucht, warum gab es Probleme bei der Einreise senegalischer Spieler und Funktionäre bei der Einreise in die USA, dies hätte alles vor der Abreise geklärt werden können und warum standen die Spieler auf dem Flughafen um in den Senegal zurückzukehren, aber der Verband hatte gar kein Flugzeug verbindlich gechartert.

Es scheint, als wolle FSF-Präsident Abdoulaye Fall mit seinen Angriffen auf Pape Thiaw nur von seinen eigenen Fehlern ablenken.

Joachim Abel

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