Um auf die steigenden Preise für Benzin und Diesel, aber auch auf die allgemein prekäre Lage der Bus- Taxi- und Transportunternehmer aufmerksam zu machen, steht der Verkehr heute weitgehend still.
Eigentlich wimmelt es auf den Straßen von Dakar nur so von Bussen und Taxis, die morgens und abends zudem zusammen mit den anderen Verkehrsteilnehmer im Stau der Millionenstadt Dakar stehen. Heute aber ist alles anders. Nur die Privat-PKW fahren, dazu die vielen Motorräder und ein paar LKW. aber ansonsten steht hier alles still.
Ein Problem vor allem für die hunderttausende von Menschen die jeden Morgen und jeden Abend auf die Busse und Taxis angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen oder wieder nach Hause.
Der öffentliche Nahverkehr ist hier nicht reglementiert, das heißt, es gibt keine festen Preise für die Fahrgäste. Und es gibt viele Busse und Taxis, die Konkurrenz ist also groß. Ich habe es selbst nachgerechnet, ein eigenes Auto lohnt sich nur, wenn man sich weiter von Dakar entfernt. Ansonsten ist das Taxi günstiger, fast immer verfügbar und man keine Parkplatzsorgen.
Heute ist es anders. Aber es wird sich nichts ändern. Die Preise für Benzin und Diesel werden auch im Senegal weiter steigen. Auf der anderen Seite verdienen die Menschen hier auch größtenteils so wenig Geld, dass sie sich höhere Preise für Busse und Taxis nicht leisten können.
Nicht gut wär es für die Wirtschaft, wenn die Menschen jetzt auch in den nächsten Tagen nicht zur Arbeit kommen. Anders als in Deutschland hat die Regierung hier kaum Möglichkeiten Preisdämpfend in den Kraftstoffmarkt einzugreifen. Der Staat ist dazu finanziell einfach nicht in der Lage.
Joachim Abel