Reisewarnung des Auswärtigen Amtes kann Wirtschaft des Senegal weiter schaden

Senegal war mal ein beliebtes Urlaubsland, vor allem für Franzosen, aber auch für Deutsche. Nachdem die Senegalesische Regierung französische Soldaten, die jahrzehntelang auch für die Sicherheit im Senegal gesorgt hat, im letzten Jahr das Land verlassen mussten, sind auch die französischen Urlauber weitestgehend ferngeblieben.

Bereist man die Urlaubsregionen im Senegal, hört man es von allen Seiten: die Urlauber bleiben weg. Hotels, Restaurants und die vielen Selbstständigen im Tourismus leiden, weil die Einnahmen ausbleiben.

Jetzt wurden mit den neuen LGBTIQ-Gesetzen weitere potentielle Urlauber aus Europa abgeschreckt. Schon der Verdacht reicht aus, um Menschen für lange Jahre ins Gefängnis zu stecken. Und man verschont hier auch die Ausländer nicht.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland warnt:

Homosexuelle Handlungen sind nach senegalesischem Recht strafbar und werden gemäß einer vom Parlament am 11. März 2026 beschlossenen Anhebung des Strafmaßes mit Freiheitsstrafen von 5 bis 10 Jahren oder Geldstrafen von bis zu umgerechnet ca. 15.000 Euro bestraft. Strafrechtlich verfolgt werden auch die öffentliche Fürsprache für Homosexualität sowie die Finanzierung von Homosexualität fördernden oder anderweitig unterstützenden Aktivitäten (Strafmaß jeweils 3 bis 7 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Losgelöst von der Rechtslage wird Homosexualität in der senegalesischen Gesellschaft weitgehend abgelehnt.

Die (noch demokratische) Republik Senegal treibt mit ihrer Politik gefährlich in Richtung eines totalitären Regimes mit restriktiven Gesetzen gegen Andersdenkende und Oppositionelle und löst damit letztendlich ein wirtschaftliches Desaster aus.

Joachim Abel

 

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