Gipfel der Afrikanischen Union hebt Wasser- und Sanitärversorgung als zentralen Säule der Agenda 2063 hervor

Die Führer der Afrikanischen Union (AU) versammelten sich in Addis Abeba zum 39. AU-Gipfel unter dem Motto: „Sicherstellung nachhaltiger Wasserverfügbarkeit und Erreichung sicherer sanitärer Systeme, um die Ziele der Agenda 2063 zu erreichen.“ Der Gipfel markierte einen historischen Meilenstein, da Wasser und sanitäre Einrichtungen erstmals als zentrales Thema des jährlichen Treffens der Staats- und Regierungschefs der Union priorisiert wurden.

Der Gipfel, der vom 11. bis 15. Februar 2026 stattfand, verzeichnete hochrangige Teilnahmen und ein starkes politisches Engagement, was den Entschluss des Kontinents unterstreicht, eine der grundlegendsten Entwicklungsherausforderungen Afrikas anzugehen.

Der AU-Kommissar für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Blaue Wirtschaft und nachhaltige Umwelt (ARBE), H.E. Moses Vilakati, betonte die strategische Bedeutung des Themas: „Es wird geschätzt, dass über 400 Millionen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent Wasser für ihren täglichen Lebensunterhalt vermissen. Und über 800 Millionen Menschen verfügen immer noch nicht über grundlegende Hygiene. Hinzu kommt die anhaltende Lücke zwischen benötigten und verfügbaren Investitionen in Wasser und Sanitärversorgung. Es besteht ein jährliches Defizit von etwa 30 Milliarden US-Dollar, um die SDG-6-Ziele zu erreichen. Gegen diese Treiber und Herausforderungen hat die Afrikanische Union das Jahresthema Wasser und Sanitärversorgung übernommen. Dies spiegelt eine kollektive Anerkennung der strategischen Bedeutung von Wasser und Sanitäranlagen als wesentliches Element der menschlichen Sicherheit, sozialen Stabilität und wirtschaftlichen Transformation auf dem Kontinent wider.“

Eine grundlegende Verschiebung der kontinentalen Prioritäten

Im Gegensatz zu früheren Gipfeln, die sich hauptsächlich auf Frieden, Sicherheit oder Bildung konzentrierten, stellte der diesjährige Gipfel Wasser und sanitäre Einrichtungen in den Mittelpunkt der Entwicklungsagenda Afrikas. Die Staats- und Regierungschefs haben einen Umsetzungsrahmen verabschiedet, um das Thema im Laufe des Jahres umzusetzen und Afrikas Position vor globalen Engagements, einschließlich der bevorstehenden UN-Wasserkonferenz, zu vereinen.

Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung der Africa Water Vision 2063 and Policy, eines strategischen Rahmens, der mit der Agenda 2063 im Einklang steht, um Wasserverwaltung, Investitionen in Infrastruktur und sanitäre Verbesserungen in den Mitgliedstaaten zu steuern. Harson Nyambe, Direktor für nachhaltige Umwelt und Blaue Wirtschaft bei der Kommission der Afrikanischen Union, hob die bisherigen Fortschritte hervor: „Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl der Menschen mit Zugang zu sauberem Wasser verbessert, und die Sanitärverhältnisse haben sich ebenfalls verbessert. Wir sind noch nicht so weit, aber wir bewegen uns in die richtige Richtung.“

Bewältigung von Infrastruktur- und Klimaherausforderungen

Trotz der Fortschritte bestehen erhebliche Herausforderungen. Finanzierungslücken, konkurrierende nationale Prioritäten, klimabedingte Katastrophen wie Dürren und Überschwemmungen sowie unzureichende Infrastruktur schränken weiterhin den vollständigen Wasserzugang auf dem Kontinent ein. „Unsere größte Herausforderung ist die Infrastruktur, um die Wasserressourcen zu nutzen, die wir haben. Der Zugang zu Wasser auf dem gesamten Kontinent erfordert die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten und verbesserte Investitionen in die Wasserinfrastruktur“, erklärte Nyambe.

Die AU unterstützt weiterhin die Mitgliedstaaten durch Kapazitätsaufbau, Politikentwicklung, Wissensaustausch und Resilienzprogramme, einschließlich Initiativen, die durch Klimafinanzierungsmechanismen zur Stärkung der Resilienz im Wassersektor finanziert werden.

Integrierter Ansatz: Wasser, Frieden und Wohlstand

Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten, dass Wassersicherheit direkt mit Frieden, wirtschaftlicher Integration und Wohlstand verbunden ist. Ein ordnungsgemäßes Management grenzüberschreitender Wasserressourcen wurde als wesentlich betont, um Konflikte zu verhindern und eine gerechte Entwicklung zu gewährleisten.

Der Gipfel verstärkte zudem ergänzende Flaggschiff-Initiativen, darunter Programme zur Katastrophenrisikoreduzierung, das Multi-Hazard-Frühwarnsystem, die Strategie für die blaue Wirtschaft und die Great Green Wall Initiative, die darauf abzielt, verschlechterte Landschaften wiederherzustellen und grüne Arbeitsplätze zu schaffen.

Aufruf zum kollektiven Handeln

Die Kommission der Afrikanischen Union bekräftigt, dass eine erfolgreiche Umsetzung Zusammenarbeit zwischen Regierungen, regionalen Wirtschaftsgemeinschaften, privaten Akteuren, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Entwicklungspartnern erfordert.

Während Afrika auf die Ziele der Agenda 2063 zusteuert, hat der 39. AU-Gipfel Wasser und Sanitärversorgung als Grundpfeiler für inklusives Wachstum, nachhaltige Entwicklung und eine wohlhabende Zukunft für alle Afrikaner positioniert.

PM Afrikanische Union

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