In ganz Afrika haben umstrittene Wahlstimmen, gewaltsame Niederschlagungen, Staatsstreiche und militärische Übergänge sich zu langfristigen Herrschaften entwickelt, sodass 2025 zu einem Jahr wird, in dem – wie ein Analyst RFI sagt – „das Gesetz der Stärksten zur Alltäglichkeit geworden ist“.
Mit nicht weniger als zehn Präsidentschaftswahlen auf dem afrikanischen Kontinent waren die politischen Einsätze im Jahr 2025 hoch.
In mehreren Ländern stärkten Wahlen verankerte Führungen, anstatt die Tür für politische Erneuerung zu öffnen.
Einer der bemerkenswertesten Fälle war in Kamerun, wo der erfahrene Präsident Paul Biya, 92 Jahre alt, seine achte aufeinanderfolgende Amtszeit sicherte. Obwohl das Ergebnis weithin erwartet wurde, löste es dennoch große Proteste und erneute Fragen zur politischen Nachfolge und Platz für Oppositionsstimmen aus.
Ebenso wenig Überraschung gab es in der Elfenbeinküste, wo der 83-jährige Alassane Ouattara eine vierte Amtszeit gewann. Die Abstimmung war geprägt von der Abwesenheit seiner wichtigsten politischen Rivalen, von denen viele von ihnen von der Kandidatur ausgeschlossen waren.
Am auffälligsten war jedoch Tansania, wo Präsidentin Samia Suluhu Hassan überwältigende 98 Prozent der Stimmen erhielt.
Der Erdrutsch erfolgte vor dem Hintergrund beispielloser Gewalt. Oppositionsvertreter behaupten, dass Hunderte oder sogar Tausende Menschen während der Wahlproteste gestorben seien, eine Behauptung, die die Regierung bestreitet.