Eine deutliche Warnung der Weltbank hat eine wachsende Krise in ganz Afrika offengelegt: Die Volkswirtschaften wachsen einfach nicht schnell genug, um Millionen junger Menschen, die jedes Jahr in den Arbeitsmarkt eintreten, Arbeitsplätze zu schaffen.
Bei den Frühjahrstagungen, die gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds stattfanden, sagte die Vizepräsidentin der Weltbank, Ndiamé Diop, der Kontinent stehe vor einer immer größer werdenden Kluft zwischen Bevölkerungswachstum und Arbeitsplatzschaffung – eine Kluft, die eine Generation von wirtschaftlichen Chancen ausschließen könnte.
„Afrika braucht eine Flutwelle an Investitionen. So entstehen Arbeitsplätze“, sagte Diop und verwies auf schwache Infrastruktur, unzuverlässige Energie und begrenzte private Investitionen als große Hindernisse, die das Wachstum ersticken.
Die Botschaft ist klar und dringend: Ohne schnellere, aggressivere Wirtschaftsexpansion werden die Arbeitsplätze einfach nicht kommen.
Diop skizzierte eine dreiteilige Strategie – starke Investitionen in Infrastruktur wie Energie, Transport und Gesundheitswesen; ein Geschäftsumfeld schaffen, das die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützt; und privates Kapital freischalten, um groß angelegte Investitionen anzutreiben. Ohne diese, warnte er, werden afrikanische Länder weiterhin Schwierigkeiten haben, Investoren zu gewinnen und nachhaltige Volkswirtschaften aufzubauen.