Ein neuer Bericht des International Press Institute (IPI) hat eine zunehmende Repression der Militärregierungen gegen Journalisten in den Sahel-Ländern aufgedeckt und vor einer zunehmenden Informationssperre mit regionalen und globalen Folgen gewarnt.
Der am hebt hervor, wie Militärregime in Mali, Niger und Burkina Faso die Repression unabhängiger Medien nach einer Welle von Putschen verschärft haben.
Laut den Ergebnissen des Berichts vom 26. März setzen die Behörden zunehmend Cyberkriminalitäts- und nationale Sicherheitsgesetze ein, um Journalisten, die über sensible Themen berichten, insbesondere Sicherheitsversäumnisse und Menschenrechtsverletzungen, festzunehmen, zu belästigen und einzusperren.
Niger hat sich zu einem führenden Staat entwickelt, in dem Journalisten unter weit gefassten Cyberkriminalitätsbestimmungen festgehalten werden, heißt es im Bericht.
Es dokumentiert auch weitreichende Arbeitsverbote für Medien. Sowohl ausländische als auch lokale Filialen wurden geschlossen oder blockiert, während gleichzeitig die Regulierungsbehörden umstrukturiert wurden, um die staatliche Kontrolle zu verschärfen.
In einigen Fällen wurden Journalisten abgeschoben.
Das Muster erstreckt sich auch auf Mali, wo Cyberkriminalitätsgesetze routinemäßig genutzt werden, um kritische Meldungen zu bekämpfen, so der Bericht.
Journalisten wie Alfousseni Togo, Issiaka Tamboura, Youssou Traoré und Kassim Traoré wurden wegen Veröffentlichungen, die die Justiz infrage stellen, strafrechtlich verfolgt, mit Strafen von bis zu zehn Jahren Haft.
In Burkina Faso, so der Bericht, seien die Behörden noch weiter gegangen, indem sie Journalisten, die die Regierung kritisieren, zwangsweise zum Militärdienst einzogen.
Unterdessen nimmt die grenzüberschreitende Repression zu, und Journalisten werden in diesen Ländern auch wegen Äußerungen über benachbarte Regime strafrechtlich verfolgt.
IPI erklärte, dass Journalisten über staatliche Maßnahmen hinaus Bedrohungen durch extremistische Gruppen, darunter Entführungen und Tötungen, ausgesetzt seien, was den Spielraum für unabhängige Berichterstattung weiter verringert.
Sie sagte, der kombinierte Druck habe zu weitverbreiteter Selbstzensur, Verbannung und Schweigen unter Journalisten geführt, was ein gefährliches Vakuum glaubwürdiger Informationen geschaffen habe.
Diese Lücke, so warnt der Bericht, wird zunehmend durch Propaganda und Desinformation gefüllt, insbesondere da ausländische (russische) Akteure ihren Einfluss in der Region ausweiten.
Die Organisation forderte dringende internationale Maßnahmen zur Beendigung der Repression und warnte, dass fortgesetzte Angriffe auf die Pressefreiheit die Unsicherheit und den Autoritarismus im gesamten Sahel vertiefen könnten.
PM International Press Institute (IPI)