Senegals Polizei und Armee geht in der Casamance in der Grenzregion zu Gambia zurzeit gegen die Drogenproduzenten vor, die dort im großen Stil Cannabis anbauen. Bei den Kämpfen soll es auch zu Übergriffen auf das Territorium Gambia gekommen sein.
Mitglieder des Gambischen Parlaments fordern jetzt Präsident Barrow auf, die eskalierende grenzüberschreitende Gewalt aus der senegalischen Region Casamance zu stoppen, und warnt, dass Zivilisten in Grenzgemeinden vertrieben und Schüssen ausgesetzt sind.
Die jüngsten Zusammenstöße zwischen den senegalesischen Streitkräften und der Bewegung der Demokratischen Kräfte von Casamance sind „gefährlich eskaliert“, wobei die Folgen nun auf dem gambischen Gebiet spürbar seien.
- Ursprung: Die MFDC entstand aus Unzufriedenheit über die wirtschaftliche und politische Marginalisierung der Casamance durch die Zentralregierung in Dakar.
- Ziele: Die Bewegung strebt die vollständige Unabhängigkeit der Region Casamance an, die geografisch durch Gambia vom Rest des Senegals getrennt ist.
- Struktur: Die MFDC ist tief gespalten, besteht aus verschiedenen Fraktionen und verfügt über bewaffnete Einheiten, die sich in der Vergangenheit Kämpfe mit der senegalesischen Armee lieferten.
- Gewalt: Über Jahrzehnte hinweg gab es bewaffnete Zusammenstöße, die zahlreiche Opfer unter Zivilisten und Militär forderten.
- Friedensbemühungen: Trotz mehrfacher Waffenstillstände, wie 2014, flammte die Gewalt immer wieder auf.
- Aktuelle Situation: Im Februar 2025 wurden Anstrengungen unternommen, einen jahrzehntelangen Konflikt durch Friedensabkommen zu beenden. Die Hoffnung auf Frieden in der Krisenregion war durch Verhandlungen eigentlich gestiegen.
Henriqueta Inacio Da Silva