In einer offiziellen Pressemitteilung vom 17. März 2026 räumte die senegalesische Föderation den Erhalt des CAF-Urteils im Falle DC23316 an, verurteilte das Ergebnis jedoch scharf und bezeichnete es als „unfair, beispiellos und inakzeptabel“.
Die Folgen des umstrittenen Finales des Afrika-Cups 2025 haben eine dramatische Wendung genommen, da die Fédération Sénégalaise de Football (FSF) die Entscheidung des Berufungsausschusses der Confédération Africaine de Football (CAF) formell zurückwies und Pläne bestätigte, die Angelegenheit an den Sportgerichtshof (CAS) zu eskalieren.
Eine endgültige Entscheidung im Vorstandszimmer?
Die fragliche Entscheidung ergibt sich aus dem stark umstrittenen AFCON-Finale 2025 zwischen Senegal und Marokko; ein Spiel, das nun offiziell als 3:0-Sieg für die marokkanische Nationalmannschaft nach einer Strafentscheidung gegen Senegal gewertet wurde.
Der Berufungsausschuss der CAF bestätigte einen früheren Einspruch der Fédération Royale Marocaine de Football (FRMF) und berief sich auf die Artikel 82 und 84 der Wettbewerbsregeln, Bestimmungen zur Behandlung von Fehlverhalten und Spielverlust.
Entscheidend ist, dass das Berufungsgremium auch die ursprüngliche Entscheidung des Disziplinarausschusses der CAF aufhob und auf verfahrenstechnische Mängel verwies, insbesondere darauf, dass Marokkos „Recht auf Anhörung während des ersten Verfahrens nicht respektiert worden sei.“
Dieser Verfahrensfehler öffnete die Tür für eine vollständige Neubewertung des Falls, die letztlich gegen Senegal ausging.
Senegalscher Widerstand
Die senegalesischen Fußballbehörden haben sich jedoch geweigert, das Urteil stillschweigend zu akzeptieren.
In einer scharf formulierten Antwort bestätigte die FSF, dass sie zwar das Urteil zur Kenntnis genommen habe, aber grundsätzlich sowohl mit dem Verfahren als auch mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist.
Laut der Föderation kam das Berufungskomitee der CAF zu dem Schluss, dass das Verhalten Senegals während des Finales unter die Artikel 82 und 84 fiel; eine Entschlossenheit, die zur Entscheidung über den Kampfverlust und zur Zuerkennung des Spiels an Marokko führte.
Für Senegal gehen die Folgen jedoch über einen verlorenen Titel hinaus.
Der FSF argumentiert, dass das Urteil die Integrität des afrikanischen Fußballs untergräbt und ernsthafte Bedenken hinsichtlich Governance, Fairness und Konsistenz in Disziplinarverfahren auf höchster Ebene des kontinentalen Fußballs aufwirft.
CAS-Showdown steht bevor.
Als Reaktion darauf hat die senegalesische Föderation bestätigt, dass sie die Angelegenheit „so bald wie möglich“ an CAS in Lausanne bringen wird, was die Bühne für einen Rechtsstreit bereitet, der das Endergebnis der AFCON 2025 neu definieren könnte.
Dieser Schritt signalisiert Senegals Entschlossenheit, alle rechtlichen Wege zur Verteidigung dessen auszuschöpfen, was es als die „Rechte und Interessen des senegalesischen Fußballs“ bezeichnet.
Sollte das CAS den Fall zulassen, könnte sich der Streit von der internen Zuständigkeit der CAF auf die globale Sportschiedsgerichtsbarkeit verschieben, wo frühere hochkarätige Fußballurteile Wettbewerbsergebnisse und disziplinarische Auslegungen verändert haben.
Eine Vertrauenskrise?
Über die unmittelbaren sportlichen Folgen hinaus wirft die Situation tiefere Fragen zur administrativen Transparenz und regulatorischen Durchsetzung im afrikanischen Fußball auf.
AFCON, das Flaggschiff-Turnier des Kontinents, wurde historisch durch Momente der Brillanz auf dem Spielfeld geprägt. Doch diese jüngste Episode droht, einen langen Schatten zu werfen, denn das Finale 2025 wird nun ebenso sehr für Rechtsstreitigkeiten wie für den Fußball in Erinnerung behalten.
Für Senegal geht es im Kampf nun um mehr als nur einen einzelnen Kampf, es geht darum, Glaubwürdigkeit wiederherzustellen, Wettbewerbsintegrität zu verteidigen und eine Entscheidung anzufechten, die ihrer Meinung nach einen gefährlichen Präzedenzfall setzt.
Für CAF und Marokko gilt das Urteil allerdings vorerst.
PM Fédération Sénégalaise de Football (FSF)