Marokko wird Afrikas größter Waffenimporteur

Marokko ist der größte Importeur großer Waffen Afrikas geworden. Der Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund von Spannungen mit dem benachbarten Algerien um die Westsahara.

Die Ergebnisse stammen vom Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) in Schweden, das globale Waffenlieferungen verfolgt.

Der neueste Bericht, der diese Woche veröffentlicht wurde, zeigt, dass Marokkos Importe großer Waffen zwischen 2021 und 2025 im Vergleich zum Zeitraum 2016–2020 um 12 Prozent gestiegen sind

Wichtige Waffen sind Ausrüstung wie gepanzerte Fahrzeuge, Kampfjets, Kriegsschiffe und Raketensysteme.

Die Waffenimporte Algeriens gingen im gleichen Zeitraum um 78 Prozent zurück.

Doch Sipri riet zu Vorsicht bei den Zahlen und stellte fest, dass Algerien bei seinen militärischen Einkäufen meist diskret vorgeht.

Die Vereinigten Staaten machten zwischen 2021 und 2025 etwa 60 Prozent der Lieferungen in das Land aus, gefolgt von Israel mit etwa 24 Prozent und Frankreich mit etwa 10 Prozent.

Die Zahlen deuten auf eine jüngste Verschärfung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Rabat und Israel, insbesondere bei Überwachungssystemen, hin.

Anderswo in Afrika war der Trend ganz anders. Die Waffenimporte anderer Länder auf dem Kontinent gingen zwischen 2021 und 2025 um 41 Prozent zurück. In diesen Ländern kommen viele Waffen aus Russland, dass aber zurzeit Lieferprobleme hat.

Joachim Abel

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