Mehr als 1.000 Kenianer wurden rekrutiert, um für Russland in der Ukraine zu kämpfen, so ein kenianischer Geheimdienstbericht, der den Abgeordneten vorgelegt wurde. Der Nationale Nachrichtendienst und abtrünnige Staatsbeamte arbeiteten mit Menschenhandelssyndikaten zusammen, um ehemalige Soldaten, Polizisten und arbeitslose Jugendliche mit Versprechen hoher Gehälter und Boni ins Visier zu nehmen.
Der ukrainische Militärgeheimdienst hat die Identifizierung von zwei Nigerianern bekannt gegeben, die im laufenden Konflikt für Russland ums Leben kamen. In einer Erklärung berichtete das ukrainische Militär, dass die Leichen der beiden Männer, die angeblich Mitte 2025 rekrutiert wurden, in der Region Luhansk im Osten der Ukraine – einem wichtigen Frontgebiet – gefunden wurden.
Kimani Ichung’wah, der Führer der Mehrheit im Parlament in Kenia, erklärt, dass die Rekrutierten zunächst über die Türkei und die VAE reisten, die Routen später jedoch nach Uganda, Südafrika und in die Demokratische Republik Kongo verlegt wurden, da die Flughafenüberwachung verschärft wurde. Mehrere korrupte kenianische Beamte und Mitarbeiter sollen sowohl an der russischen Botschaft in Nairobi als auch an der kenianischen Botschaft in Moskau illegal an der Rekrutierung beteiligt gewesen sein.
Bis Februar 2026 wurden 89 Kenianer an vorderster Front gemeldet, 39 in Krankenhäusern und 28 als vermisst.
Joachim Abel