Seit seinem Amtsantritt hat Präsident Bassirou Diomaye Faye die Steuern erhöht, Ausgaben gekürzt und die Pläne zur Schaffung von Arbeitsplätzen zurückgefahren, nachdem er entdeckt hatte, dass die vorherige Regierung Milliarden von Dollar Schulden nicht offengelegt hatte.
Der öffentliche Druck ist so gewachsen. Unter anderem sind Lehrer wegen der Bezahlung in den Streik gegangen, und Studenten haben gegen verspätete Stipendienzahlungen protestiert. Die Lebenshaltungskosten bleiben hoch, und der fiskalische Spielraum ist begrenzt.
Ein Team des Internationalen Währungsfonds soll nächste Woche in Senegal sein, um Gespräche zu führen, wie die nächsten Schritte des Landes aussehen könnten. Die Regierung sucht neue Finanzierungen, um eine Schuldenkrise zu vermeiden. Finanzminister Cheikh Diba geht davon aus, dass bald eine Einigung erzielt werden könnte, obwohl der Zeitpunkt ungewiss ist.
Premierminister Ousmane Sonko hat zum jetzigen Zeitpunkt eine Schuldenrestrukturierung ausgeschlossen. Diese Haltung wird aber im März überprüft, wenn etwa 1,3 Milliarden US-Dollar an Zinszahlungen fällig werden.