Die zehn afrikanische Länder mit den höchsten Lebenshaltungskosten Anfang 2026

Anhand der neuesten Daten des Cost of Living Index von Numbeo, die die täglichen Ausgaben in Städten weltweit vergleichen (ohne Miete), hebt diese Liste die afrikanischen Länder hervor, in denen Einwohner und Expatriates im Jahr 2026 die höchsten Lebenshaltungskosten haben.

Die Zahlen geben Einblicke darin, wie teuer das tägliche Leben in verschiedenen Teilen des Kontinents sein kann.

1. Seychellen (64,5)

Die Seychellen gelten mit einem Lebenshaltungskostenindex von 64,5 als das teuerste Land Afrikas zum Leben. Die Isolation der Inselnation und die Abhängigkeit von importierten Waren treiben die Preise erheblich in die Höhe, insbesondere bei Lebensmitteln und Essen auswärts, die jeweils 74,8 bzw. 66,2 erreichen. Obwohl die Mieten mit 27,6 weiterhin moderat bleiben, halten die Gesamtkosten des täglichen Lebens die Seychellen fest an der Spitze der Liste.

2. Demokratische Republik Kongo (50.2)

Trotz ihrer enormen natürlichen Ressourcen verzeichnet die Demokratische Republik Kongo einen hohen Lebenshaltungskostenindex von 50,2. Lebensmittelpreise und Restaurantkosten sind deutlich erhöht, während die Mieten in Großstädten wie Kinshasa den Haushaltsbudget zusätzlich belasten. Mit einer lokalen Kaufkraft von nur 26,3  stehen viele Einwohner vor einer starken Diskrepanz zwischen Einkommen und Ausgaben, insbesondere aufgrund der hohen Kosten importierter Waren.

3. Senegal (48,5)
Senegal folgt dicht mit einem Indexwert von 48,5. Obwohl Wohnraum relativ erschwinglich bleibt, treiben die täglichen Ausgaben – insbesondere Lebensmittel und Restaurantmahlzeiten – die Lebenshaltungskosten insgesamt nach oben. Die Kaufkraft bleibt begrenzt, aber das Land zieht weiterhin Bewohner mit seinen städtischen Annehmlichkeiten, seiner kulturellen Anziehungskraft und dem Küstenlebensstil an.
4. Kap Verde (46,3)
Der Lebenshaltungskostenindex von Kap Verde von 46,3 spiegelt die finanziellen Herausforderungen der Inselwirtschaften wider. Die Lebensmittelpreise sind aufgrund der Importabhängigkeit besonders hoch, obwohl die Miete weiterhin extrem niedrig bleibt. Der Tourismus unterstützt moderate Restaurantpreise, aber geringere Kaufkraft sorgt dafür, dass die Bewohner die Auswirkungen steigender Tagesausgaben oft stärker spüren.

5. Elfenbeinküste (44,8)

Die Elfenbeinküste verzeichnet einen Lebenshaltungskostenindex von 44,8, der relativ erschwinglichen Wohnraum mit stetig steigenden Preisen für Lebensmittel und Gastronomie kombiniert. Die lokale Kaufkraft gehört zu den schwächsten auf dieser Liste, was es vielen Bewohnern erschwert, die täglichen Ausgaben bequem zu bewältigen, insbesondere in städtischen Zentren wie Abidjan.

6. Angola (42,3)

Die Lebenshaltungskosten Angolas bleiben hoch, besonders in Luanda, einer der teuersten Städte Afrikas. Obwohl die Kosten für Lebensmittel und Restaurants etwas niedriger sind als auf den Seychellen, bleiben die Mieten hoch. Obwohl der Kaufkraftindex ungewöhnlich hoch erscheint, spiegelt diese Zahl eher wirtschaftliche Verzerrungen wider als einen weitverbreiteten finanziellen Komfort für die Einwohner.

7. Äthiopien (41,8)

Äthiopien verzeichnet einen Lebenshaltungskostenindex von 41,8, der hauptsächlich durch hohe Lebensmittelpreise in Großstädten wie Addis Abeba getrieben wird. Die Miete bleibt moderat, und die Preise für Restaurants sind relativ niedrig, was hilft, die Kosten etwas auszugleichen. Allerdings begrenzt eine niedrige Kaufkraft das verfügbare Einkommen für viele Haushalte.

8. Kamerun (40,7)

Kameruns Indexwert von 40,7 zählt zu den teureren Ländern Afrikas für den täglichen Lebensstil. Die Restaurantkosten übersteigen die Lebensmittelpreise, während die Miete im mittleren Bereich bleibt. Da die Kaufkraft zu den niedrigsten auf der Liste gehört, haben die Bewohner oft Schwierigkeiten, mit den steigenden Ausgaben Schritt zu halten.

9. Mauritius (38.3)

Mauritius kombiniert moderate Lebenshaltungskosten mit vergleichsweise stärkerer Kaufkraft. Obwohl Lebensmittel und Gastronomie aufgrund der Inselwirtschaft und des Tourismusbedarfs teuer bleiben, helfen niedrige Mieten, die täglichen Ausgaben auszugleichen und bieten den Bewohnern mehr finanzielle Flexibilität als in vielen anderen afrikanischen Ländern.

10. Südafrika (37,1)

Südafrika rundet die Liste mit einem Lebenshaltungskostenindex von 37,1 ab. Obwohl die Ausgaben für Lebensmittel, Miete und Essen relativ ausgeglichen sind, zeichnet sich das Land durch seine starke lokale Kaufkraft aus. Dies gibt den Bewohnern mehr Spielraum, um die Kosten zu kontrollieren als in anderen teuren afrikanischen Ländern.

PM

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