An der Schnittstelle von Mittelmeer und Atlantik war das Grand Stade de Tanger Gastgeber eines packenden Eröffnungsabschnitts der K.o.-Runde der AFCON 2025. Am Samstag, den 3. Januar 2026, überwand der verteidigende Gigant Senegal einen frühen Schreck und besiegte eine kämpferische Sudan-Mannschaft mit 3:1 und wurde damit die erste Nation, die sich einen Platz im Viertelfinale sicherte.
Spielzusammenfassung: Widerstandskraft vs. Feuerkraft
Das Spiel begann mit einer beeindruckenden Überraschung für das Drehbuch. Nur sechs Minuten nach Spielbeginn traf Sudans Aamir Abdallah das Tor, brachte die Teranga Lion-Anhänger zum Schweigen und bescherte den „Secretarybirds“ eine unwahrscheinliche Führung.
Doch schließlich übernahm die Qualität des senegalesischen Mittelfelds die Kontrolle. Pape Gueye wurde zum Held des Abends, stellte in der 29. Minute den Ausgleich her, bevor er in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45+3′) mit einem klinischen Treffer das zweite Tor erzielte und vor der Pause das Momentum komplett umdrehte. Der Sieg wurde in der 77. Minute von der 17-jährigen Sensation Ibrahim Mbaye markiert, der von der Bank kam und den 3:1-Sieg sicherte.
Während Senegal mit dem Sieg die Schlagzeilen macht, verlässt der Sudan das Turnier mit dem weltweiten Respekt. Vor dem Hintergrund eines verheerenden Bürgerkriegs im eigenen Land ist das sudanesische Team ein Hoffnungsschimmer für eine Nation in Aufruhr.
Gezwungen, „Heimspiele“ im Ausland zu bestreiten und unter enormem psychologischem Druck zu trainieren, widmeten die Spieler jede Minute ihres AFCON-Laufs den vom Konflikt betroffenen Familien und Freunden.
Ihre Teilnahme an der Runde der letzten 16 bot den Fans in Khartum und darüber hinaus einen seltenen Moment nationaler Einheit und Freude und bewies, dass Fußball ein kraftvolles Mittel für Widerstandskraft bleibt.
Was steht als Nächstes für die Lions an?
Senegal zieht nun ins Viertelfinale ein, das für den 9. Januar angesetzt ist, wo die ehemaligen Afcon-Champions auf Mali treffen.
PM