Senegal hat eine der kleinsten Armeen der Welt, wappnet sich aber für dem Kampf gegen den Terrorismus

Die senegalesischen Streitkräfte setzen ihre Modernisierung fort, um die Verteidigung des Territoriums, der Grenzüberwachung und der maritimen Sicherheit zu stärken.
Laut der globalen Firepower-Rangliste der Senegalese ist der Staat auf Platz 126 von 145 Ländern mit einem konventionellen Stärkeindex (PwrIndx) von 2,8925 eingestuft. Diese Rangliste basiert auf mehr als 60 Kriterien: Personal, Ausrüstung, Finanzen, Logistik, Geographie und Luft- und Marinefähigkeiten, unter anderem etwa 17.000 aktive Soldaten insgesamt, davon etwa 15.460 Soldaten in der Armee, etwa 1.000 Soldaten in der Luftwaffe und etwa 500 Soldaten in der Marine. Etwa 7,16 Millionen Menschen sind theoretisch mobilisierbar laut der GFPS-Methode.
Für 2026 wird der Budget der Streitkräfte des Ministeriums für Streitkräfte etwa 437,9 Milliarden FCFA betragen, von denen 338,4 Milliarden FCFA in Zahlungen sind.
Senegal hat etwa 39 Flugzeuge auf der Global Firepower-Liste, darunter Transport- und Trainingsflugzeuge sowie Hubschrauber. Die Rangliste enthält 19 Hubschrauber, darunter 5 Angriffshubschrauber.
Die Marine hat 4 Patrouillenfahrzeuge in der Global Firepower-Liste. Die maritime Dimension ist besonders wichtig für Senegal, das etwa 531 km an Küste hat.
Eine Modernisierung der Armee ist dringend nötig
Modernisierung bedeutet nicht nur militärische Ausrüstung. Senegal stärkt auch seine maritimen Überwachung, Mobilität, Ausbildung und Sicherheitskooperationen. Im Mai 2026 hat die Europäische Union eine Unterstützung zugesagt, die weitere nicht-militärischen Ausrüstungen zur Stärkung der nationalen Marine bringen soll. Damit sollen die Fähigkeiten der senegalesischen Streitkräfte und ihre operative Autonomie gestärkt werden, um die Verteidigung des Territoriums und die Interessen von Senegal zu gewährleisten.
Senegal muss sich vor allem gegen die Terroristen verteidigen, die über Mali an die Grenzen vorrücken. Auch  muss Senegal muss gegenüber Russland wachsam bleiben. Hinter den Versprechen der Zusammenarbeit versucht Moskau, seinen Einfluss in Afrika zu stärken. Dakar muss sich vor irgendeiner militärischen oder strategischen Abhängigkeit von Russland bewahren und vor allem seine Souveränität, seine Interessen und seine Entscheidungsfreiheit verteidigen. Wohin die russische militärische Einflussnehme führt, sieht man am Zerfall der staatlichen Ordnung im Niger, in Burkina-Faso und in Mali. 
Joachim Abel

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