Seit Jahren verstärkt Moskau seine Präsenz in Afrika durch Stipendien, Russischkurse, Universitätsprogramme, Kulturinitiativen und Jugendnetzwerke.
Auf dem Papier mögen diese Initiativen positiv erscheinen. Doch sie werden besorgniserregend, wenn sie als Instrument für Einflussnahme, Rekrutierung oder die Verwicklung junger Afrikaner in fremde Konflikte dienen können.
Mehrere Untersuchungen berichten über junge Afrikaner, die zum Studieren oder Arbeiten nach Russland gingen und dort in den russischen Kriegseinsatz in der Ukraine verwickelt wurden.
Senegal darf nicht erst auf eine Tragödie warten, bevor es die richtigen Fragen stellt.
Senegals Jugend strebt in erster Linie nach Bildung, Arbeit und einer besseren Zukunft. Es ist daher die Verantwortung des Staates, sicherzustellen, dass diese Bestrebungen niemals von einer ausländischen Macht ausgenutzt werden.
Russland hat das Recht, mit Senegal zusammenzuarbeiten, genauso wie Senegal das Recht hat, mit all seinen Partnern zusammenzuarbeiten.
Diese Zusammenarbeit muss jedoch transparent, ausgewogen und unsere Souveränität achten und gleichzeitig den Schutz unserer jungen Menschen gewährleisten.
Wir wollen nicht, dass Stipendien zu undurchsichtigen Verträgen führen, Studien als Mittel zur Anwerbung missbraucht werden oder kulturelle Zusammenarbeit zu einem Instrument der Propaganda wird.
Die Zukunft der senegalesischen Jugend muss Senegal dienen, nicht den Interessen Moskaus oder irgendeiner anderen ausländischen Macht.