Damit senden die Amerikaner jenseits der militärischen Option eine politische Botschaft: Die russische Strategie in Mali ist gescheitert:
- Die amerikanische Einschätzung: Trotz jahrelanger Präsenz der Wagner-Gruppe und später des Afrikakorps an der Seite von Bamako konnte JNIM seine Position weiter ausbauen und seine Fähigkeiten stärken.
- Washington geht noch weiter: Moskau wird als „ineffektiver Sicherheitspartner“ bezeichnet, und andere afrikanische Länder werden dringend aufgefordert, „aus den Fehlern zu lernen“, bevor sie ähnliche Abkommen mit Russland eingehen.
Experten warnen jedoch, dass eine rein militärische Reaktion die Instabilität verlängern könnte – ein Szenario, das Senegal als Brennpunkt der Migrations- und Sicherheitsströme aus der Sahelzone nicht ignorieren kann. Denn sollte Mali die Lage weiter eskalieren, wird die gesamte westafrikanische Subregion – einschließlich Senegal – die Folgen zu spüren bekommen: Grenzsicherheit, Migrationsdruck und regionale Stabilität.
Welches Spiel spielen die Großmächte in der Sahelzone wirklich – und wer in Senegal wird den Preis dafür zahlen?
Auf Russland kann man sich nicht verlassen. Burkina Faso, Niger und Mali zeigen, dass Russland weder die finanzielle, noch die militärische oder politische Macht besitzt, in Afrika für Ruhe und Sicherheit zu sorgen.
Amerika, zumindest unter Trump, geht es nicht um Unterstützung, sie haben reine wirtschaftliche Interessen, die, schaut man sich Venezuela an, an Ausbeutung grenzen. Also sollte man auch die USA außen vor lassen.
China hat ebenfalls nur wirtschaftliche Interessen. Sie werden nicht mit Militär nach Westafrika kommen. Für die wirtschaftlichen Interessen arbeiten sie zudem mit Jedem zusammen, auch mit Diktatoren und Terroristen.
Bleibt noch Europa und die Länder des Nahen Ostens. Frankreichs Armee und damit auch Franzosen aus den Ländern auszuweisen hat viel zur Verschlechterung der Sicherheitslage beigetragen. Frankreich hat sicher nicht alles richtig gemacht, war aber immer ein verlässlicher Partner.
Frankreichs Armee musste auch den Senegal verlassen. Militärisch bisher ohne Folgen. Negativ war es aber für die Wirtschaft, da viele Franzosen und viele französische und europäische Unternehmen jetzt keine Sicherheit mehr für ihre Investitionen sehen. Viele Urlauber sind weggeblieben. Da war abzusehen, wurde aber in Kauf genommen.
Es wäre gut, wenn es eine Zusammenarbeit mit europäischen Militärs geben würde, von der Ausbildung bis zum Beistand. Kümmert Senegal sich darum erst, wenn die Terroristen an der Grenze des Senegals stehen, ist es zu spät. Senegals Armee ist nicht in der Lage, die Grenze länger als eine Woche zu verteidigen. Und dann sind die Terroristen ganz schnell in Dakar.
Ja, ich als Europäer bin dafür, dass sich der Senegal Verbündete in Europa und im Nahen Osten (Kuwait, VAE, Oman, Saudi Arabien) sucht. Das sind die besten Optionen!