Beim Besuch des Präsidenten der Republik Senegal, Bassirou Diomaye Faye, verwies Bundeskanzler Friedrich Merz auf eine zunehmende wirtschaftliche Verflechtung zwischen beiden Ländern. Immer mehr deutsche Unternehmen interessierten sich für den senegalesischen Markt. „Wir wollen das als Bundesregierung unterstützen“, sagte der Kanzler. Dabei sollen Instrumente der deutschen Außenwirtschaftsförderung und der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt werden.
Im Zentrum stehen Investitionen und die Ausbildung junger Menschen in Berufen mit langfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Senegal hat eine junge und wachsende Bevölkerung. Die Schaffung von Arbeitsplätzen gehört deshalb zu den Schwerpunkten der nationalen Entwicklungsstrategie.
Merz verband die Aussicht auf stärkere Investitionen mit der Forderung nach verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Er begrüßte Reformen der senegalesischen Regierung, darunter das neue Investitionsgesetz, und ermutigte Dakar zu weiteren Schritten. „Investitionen brauchen stabile Rahmenbedingungen“, erklärte der Bundeskanzler.
Der Bundeskanzler sagte weiter im Bundestag, er habe am Dienstag den Staatspräsidenten aus dem Senegal zu Besuch gehabt. „Wenn Sie das Schicksal dieser Menschen, dieser Region sehen, dann sehen Sie auch, wie wichtig es ist, dass sich diese Regionen auf der Welt stabil entwickeln können“, so der Kanzler. „Und das werden wir auch weiter fortsetzen.“ Allerdings hat seine Regierung die Entwicklungshilfe gekürzt, auf Geld kann sich der Senegal also wohl nicht freuen. Das Geld geht an deutsche Firmen im Senegal.
Präsident Faye erinnerte an die ständige Unterstützung Deutschlands für die Entwicklungsbemühungen Senegals, insbesondere in den Bereichen Hydraulik, Verkehr, Gesundheit, Bildung, Berufsausbildung, Justiz und Energie, sowie an seine Rolle als führender bilateraler Partner während der Pandemie.
Joachim Abel